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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HP Laserjet-Problem


Thomas Roessing
05.11.2005, 19:27
Moin,
mein HP Laserjet 1010 druckte heute morgen nur noch die Meldung "Unsupported Personality: PCL". Internetrecherche ergab, daß diese Drucker-Serie irgendwelche "PCL-Kommandos" nur sehr begrenzt unterstützt. Prinzipiell würden die Drucker nicht mit DOS oder Linux funktionieren. Das sei auf der Verpackung unter Systemanforderungen auch vermerkt "Mindestens Windows 98".

Gleichwohl beschwerten sich auch mehrere Windows-User über diese Fehlermeldung und User anderer Betriebssysteme berichteten, daß der Drucker meistens ja funktioniere.

Man einigte sich in dem von mir gelesenen Supportforum (http://forums1.itrc.hp.com/service/forums/questionanswer.do?threadId=593115) darauf, daß der Fehler ab und zu auftritt und daß HP nicht bereit ist, sich um das Problem zu kümmern, weil PCL nunmal nicht supported werde, sondern ausschließlich Windows-Treiber.

Nun stellen sich mir drei Fragen:

1. Weiß jemand, was es mit diesem PCL auf sich hat? Laut http://en.wikipedia.org/wiki/Printer_Control_Language wurde das von HP selber entwickelt und ist inzwischen Industrie-Standard.

2. Kann das wirklich sein, daß heutzutage jemand Drucker baut, die nur mit Windows-Treibern funktionieren und ernsthaft auf die Packungsbeschriftung verweist, auf der AFAIK nie oder fast nie Linux erwähnt wird, obwohl alle oder fast alle Hardware mit Linux genauso gut läuft?

3. Was ist von HP zu halten? Ich habe die eigentlich immer geschätzt. Ich hatte drei Drucker, die praktisch ewig gehalten haben und gute Leistungen erbrachten. Nun hatte ich letztes Jahr das Problem, daß der HP-Scanner sieben Tage nach Ablauf der Garantiezeit kaputtging und jetzt einen Drucker, der meine PCL-Persönlichkeit nicht supported (was ist das eigentlich für eine bescheuerte Fehlermeldung?! ). Hmmm :maskman: .

Viele Grüße

Thomas

Andreas Petzhold
05.11.2005, 23:02
Hi Thomas!

Zu Deinem Problem kann ich Dir leider keine Hilfe geben, die Fehlermeldung ist mir bisher noch nicht untergekommen :(

Das Drucker aber nicht unter allen Betriebssystemen laufen ist ja nichts neues. Grad heutzutage in den "Geiz ist geil"-Zeiten wollen die Hersteller so günstig wie möglich produzieren um bei den geringen Verkaufspreisen noch möglichst viel Gewinn zu machen. Das man dabei dann nur für 98% des Marktes Treiber programmiert (also für Windows) und sich um die restlichen 2% Linux- und MacOS-User nicht kümmert ist aus wirtschaftlicher Sicht durchaus verständlich.

Wer einen Drucker unter Linux nutzen möchte, sollte sich auf keinen Fall ein neues Gerät kaufen sondern auf ein betagteres Auslaufmodell setzen - da hat die OpenSource-Community (Schönen Gruß an die Freunde von CUPS) dann meistens schon einen Treiber im Angebot.

Gute Erfahrungen habe ich aber mit Printservern gemacht: Solange der Printserver den Drucker kennt kann man dann mit jedem erdenklichen OS (sogar vom Handy aus :D ) über Port 9100 TCP im Raw-Modus drucken. Die meisten Printserver (damit meine ich nicht die in Routern integrierten) bieten dazu noch AppleTalk und SNMP als Netzwerkprotokolle an.

HP stellt übrigens die meiner Meinung nach besten Laserdrucker her, bei den Tintenstrahlern hat Canon in letzter Zeit wieder gut aufgeholt und sie liegen in etwa gleichauf. Die Treiber von HP sind aber doch eine Spur besser als die von Canon.

Thomas Roessing
14.12.2006, 23:06
Moin,
habe gerade durch Zufall festgestellt, daß der Drucker jetzt unter Linux einwandfrei druckt :eek: . Zuerst kam viel Staub heraus :maskman: , weil ich eben lange dachte, der Drucker tut nicht, aber die Ausdrucke sind einwandfrei. Hat vermutlich mit verbesserter Hardwareunterstützung bei Fedora Core 6 zu tun.

Prima. jetzt muß ich den Fahrplan nicht mehr auswendig lernen, sondern kann ihn ausdrucken! :G

Viele Grüße

Thomas