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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Teufelszeugs CSS


Andreas Petzhold
25.12.2003, 02:13
n'Abend!

Ich muss jetzt einfach mal meinen Frust ablassen:

Ich bastel seit einigen Monaten an einer neuen Homepage deren Optik tuttokompletti via CSS realisiert ist. Mittlerweile so gut wie fertig, am 01.01. geht das ganze vsl. online :)

Immer wieder habe ich mir die Haare gerauft wenn ich am CSS geschraubt habe:

Da habe ich einmal für einen Absatz eine neue Klasse aufgemacht die den Text etwas größer und kursiv formatieren sollte.
Ergebnis: Der Absatz sah aus wie gewünscht, dafür hats auf einer anderen Seite (auf der diese Klasse gar nicht vorkommt) einen Link nicht mehr farbig sondern "browser-default" dargestellt :motz:

Neulich hab ich in der Navigation ein paar "Hover-Effekte" (sofern man das so nennen mag) eingebaut
Ergebnis: Alle Browser bis auf Opera zeigen das perfekt an. Opera zerhackt das komplette Design als ob jemand die Seite durch den Reiswolf gejagt hätte :motz:

Vor ein paar Wochen habe ich auch wieder was eingebaut, mir ist dabei aber nicht aufgefallen dass das Logo oben links geschrumpft ist (hab ich die entgegengesetzte Ecke geschaut).
Aufgefallen ist mir das vor 3 Tagen, seit dem hab ich verzweifelt gesucht woran das liegt. Da hab ich alte Backups ausm Schrank gekramt und verglichen: Die entscheidenden Stellen in der CSS komplett gleich, nur in der neueren Version jede Menge neu dazu gekommen.
Das neue Zeugs wieder rausgeschmissen und nach und nach wieder reingepackt bis das Logo wieder geschrumpft war. Lustigerweise aber nichts entdecken können was das Logo zum schrumpfen bringt. :motz:
Ein Bekannter hat mir dann den Tipp gegeben dass das Logo auf die gleiche Größe wie der "valid XHTML"-Button schrumpft. Jetzt hab ich für den XHTML-Button ne eigene Klasse aufgemacht und siehe da, das Logo ist wieder in gewünschter Größe vorhanden :beati: Den Zusammenhang verstehe ich immer noch nicht aber was solls.

Derlei Dinge sind mir nun schon zuhauf passiert :ph34r:
Kennt jemand den Typen der dieses Teufelswerk namens CSS erfunden hat? Ich würde demjenigen gerne mal das Nudelholz meiner Mutter vorstellen :motz:

Bin ich eigentlich der Einzigste dem sowas passiert? Oder hab ich da ein einsames Talent für? :beati:

Thomas Roessing
25.12.2003, 12:03
Moin,
Du bist zumindest nicht der einzige, dem CSS etwas seltsam vorkommt. Als mein freundlicher Mitarbeiter, der die Instituts-Homepage macht, mir erklärt hat, wie das funktioniert, war ich doch ziemlich irritiert, weil mir das unnötig kompliziert vorkam. Was ich auch nicht verstehe ist, weshalb inzwischen empfohlen wird, relativ simple HTML-Tags wie <center> durch CSS-Geräte wie
<p style="text-align:center"> zu ersetzen. Und wenn ich das dann auch noch prä-definieren soll, um das Stylesheet bei verschiedenen Seiten einzusetzen, auf denen sich zentrierte und nicht-zentrierte Textteile abwechseln, erscheint mir das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen doch etwas getrübt.

Vielleicht ist das alles etwas einfacher, wenn man nicht selber programmiert, sondern die geradezu unheimlichen Funktionen von Dreamweaver benutzt. Mein freundlicher Mitarbeiter hat Dreamweaver, weil er hauptberuflich Web-Anwendungs-Macher ist. Er hat mir das mal gezeigt, wie Dreamweaver die Stylesheets und die normalen Inhalte und alles, was man sonst noch so braucht übersichtlich anzeigt und dann auf Knopfdruck zu einer perfekten Webseite zusammensetzt. Beeindruckend. Da ich jedoch vorhabe, noch ein Weilchen bei meiner bewährten Kombination von Mozilla-Composer und Arachnophilia zu bleiben, werde ich mich wohl von CSS erstmal fernhalten...

Viel Gruß
Thomas

Andreas Petzhold
25.12.2003, 13:31
Dreamweaver produziert aber nur Müll-Code. Von den W3C-Standards hat das Teil noch nie etwas gehört :motz:

Ich persönlich bevorzuge übrigens sowas wie <p class="foo"> und packe das gesamte CSS-Zeugs dann in eine styles.css. Das sieht um einiges ordentlicher aus :)

Martin Wagner
25.12.2003, 13:38
Dreamweaver produziert aber nur Müll-Code. Von den W3C-Standards hat das Teil noch nie etwas gehört

Bist du dir da sicher? Ich mache sämtliche meiner Websites mit dem Macromedia Studio (u.A. Dreamweaver) und habe kaum Probleme mit dem W3C. Die CSS-Dateien, die Dreamweaver erstellt, sind soweit ich die Funktionen nutze 100% W3C-Valid.
Dreamweaver ist kein Editor, in dem man seine Seiten zusammenklickt, sondern man arbeitet fast die ganze Zeit unter der Code-Ansicht, die WYSIWYG-Ansicht ist nur zum besseren Überblick gedacht. Natürlich geht es auch anders, aber alle Webdesigner, die ich kenne arbeiten so.

Zum Zusammenklicken ist Dreamweaver nicht geeignet, da ist Fusion 7 oder Golive besser. Von denen erzeugt übrigens auch keiner validen Code :rolleyes:

mfg Martin

Andreas Petzhold
25.12.2003, 14:21
Naja wenn ich eh dauernd am Code bastel brauch ich keinen WYSIWYG-Editor für, da reicht notepad.exe.

Dreamweaver, FrontPage und Co sind für mich Klickibunti-Editoren. Natürlich kann man mit denen über den Code-Modus auch was vernünftiges erzeugen, aber das macht dann ja nicht die Software sondern man selbt ;)

Martin Wagner
25.12.2003, 14:35
Hmm, ich fürchte, du verwechselst da etwas. Niemand kauft sich für 500 Euro Dreamweaver, nur um damit sich Websites zusammenzuklicken. Dreamweaver ist ein Programm, das den Webdesigner und -programmierer bei seiner Arbeit unterstützen soll, aber nicht die Arbeit abnehmen soll.
Vergleiche bloß nie Dreamweaver mit Frontpage oder Fusion. Probiere die verschiedenen Programme aus, dann weißt du, was ich meine. Wo Frontpage aufhört, nämlich beim Umsetzen eines eigenen Designs, da beginnt Dreamweaver erst.

Naja wenn ich eh dauernd am Code bastel brauch ich keinen WYSIWYG-Editor für, da reicht notepad.exe.

Klar reicht notepad, aber der greift dir nicht unter die Arme.

Crusader
30.12.2003, 19:42
Hallo Leute,

beide haben recht und auch wieder nicht.
Also ich habe bisher mit den meisten Programmen Dreamweaver 3/MX, GoLive 6/7, FrontPage und Namo 4/5.5 gearbeitet - und zwar nicht nur für 5 Minuten. Wir sprechen hier sowohl von unterschiedlichen Preis- als auch Anwender-Gruppen.
Aber egal wie man es dreht und wendet, helfen diese Programme nur bedingt.
Hat man kein vernünftiges Screendesign im Grafik-Programm!!! erstellt, das sich auch für's Web zurechtschneiden lässt, so gibt das meist Ärger.
Ebenso sollte man sich auch beim CSS (um wieder auf das Thema zurückzukommen) schon wissen, was man eigentlich möchte.
Welche Überschriften(-klassen), Absatzformate und besonders Linkvarianten sollen eingesetzt werden? Sollen die Größen absolut oder relativ sein? Brauche ich unbedingt Opera und alte Netscapes 4.x?
Je nach Beantwortung der Fragen ergibt sich daraus eine geeignete Toolzusammenstellung.
Nur Eines wird allzuoft übersehen. Ohne HTML im Kopf kann kein vernünftiger (effizienter, also optimierter) Sourcecode draus werden ob mit Super-Tool (Dreamweaver) oder Quellcode-Editor (Meybohm).

Ja, CSS kann eine Hilfe sein, wenn man einen richtigen Ansatz wählt. Ob eine Datei für alle Browser oder spezifische Dateien inkl. Browserweiche für mehrere Browser, liegt sicherlich an der Projektgröße.
Bei 20 Seiten ohne große designerische Ansprüche, versuche ich es zuerst ohne Browserweiche.
Bei meinem letzten Projekt mit hohen Ansprüchen bzgl. annähernd identischem Design und 1.800 Seiten, arbeitete ich mit mehreren Dateien.

Und dann kommen die kleinen fiesen Probleme, wo mir ein Dreamweaver nicht mehr hilft. Oder weiß jemand, wie man Dreamweaver vernünftiges Türkisch beibringt?
Da brauch ich wie ich es für diese Sprache brauche.

Ich wünsche jedenfalls Jedem weiterhin Spaß beim programmieren - egal mit welchem Tool.
Hauptsache, die User freut's.

CU
Crusader