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Martin Wagner
30.10.2003, 13:00
Hallo,
Thomas: Da gibt es ein hervorragendes Angebot von dem wie ich finde ebenso *Qualitätshoster* Global Interactive (bitte nicht schlagen, ich weiß, hier sind fast nur d(f-Vertreter) unter www.giweb.de -> VServer. Ein eigener virtueller Server, unbegrenzt DB und so weiter, Phyton und Ruby etc. müsstest du eben selbst installieren (lassen). Ist ein wirkliches Super-Angebot.
Naja, vielleicht ist es ja was für dich,
mfg Martin
Thomas Roessing
30.10.2003, 15:05
bitte nicht schlagen
Keineswegs! Ich finde es richtig gut, wenn man mal mitbekommt, was es sonst noch gibt.
Der V-Server 1000 klingt richtig gut. 9,95 Euro / Monat ist für den Leistungsumfang natürlich Spitze! (Irgendwo ein Haken dabei?) Ich vermute mal, daß man sich Subdomains selber einstellen kann, mit Confixx oder per Direktbedienung, oder?
Bedenken:
1. Der Anbieter schreibt "AGB's" - Deutsch sollte man schon können :( .
2. Ist das Angebot nicht arg billig? Auch mit einem kleinen Blick auf den GB-Preis, der ja nicht einmal 10% des d)f-GB-Preises beträgt?
3. Ist der Anbieter ökonomisch so stabil aufgestellt wie d)f?
4. Muß man auf so einem V-Server selber für die allgemeine Sicherheit sorgen (also nicht nur Dateirechte richtig setzen, sondern das ganze Firewall-Konzept selber machen)? Das wäre für mich ein Ausschlußkriterium, das kann ich nicht, dafür bin ich nicht ausgebildet!
5. Meine Wenigkeit sollte man allgemein nicht an Root-Accounts lassen, weil der Quotient aus Ambitionen und Fähigkeiten leider einen sehr hohen Wert größer 1 ergibt :beati:
Mit meinen Haupt-Seiten werde ich aber so oder so vorerst nicht weg wechseln von d)f. Das istmir zu viel Arbeit und ich bin ja auch sehr zufrieden. Aber die Idee, zwecks Datenbanken/lastintensiven Scripten/Lernen und Ausprobieren mal einen solchen V-Server zu buchen, würde mich möglicherweise reizen.
Sacht mal wat dazu ;)
Viel Gruß
Thomas
Martin Wagner
30.10.2003, 16:00
Der V-Server 1000 klingt richtig gut. 9,95 Euro / Monat ist für den Leistungsumfang natürlich Spitze! (Irgendwo ein Haken dabei?)
Das war auch meine erste Frage, als ich von dem Anbieter gehört habe :)
Ich vermute mal, daß man sich Subdomains selber einstellen kann, mit Confixx oder per Direktbedienung, oder?
Vielleicht kennst du Confixx, ein sehr verbreitetes Server-Managment-Programm, mit dem man Domains, FTP-Benutzer und alles andere einstellt. Kostet allerdings 5 Euro Aufpreis, aber das ist es wert.
1. Der Anbieter schreibt "AGB's" - Deutsch sollte man schon können .
Ich finde sogar, das klingt ein bisschen besser als nur AGB, auch wenn es nicht deutsch ist.
2. Ist das Angebot nicht arg billig? Auch mit einem kleinen Blick auf den GB-Preis, der ja nicht einmal 10% des d)f-GB-Preises beträgt?
Frag` mich nicht, wie die das machen, aber anscheinend funktioniert die Preispolitik.
3. Ist der Anbieter ökonomisch so stabil aufgestellt wie d)f?
Also ich bin bei dem Hoster mit einem Reseller-Paket, mit dem ich alle Freunde und Bekannte versorge, und es hat sich noch niemand über die Stabilität beschwert. Manchmal gibt es ein paar Ausfälle, die werden einem aber sofort per E-Mail mitgeteilt (ich habe erst eine einzige solche Mail bekommen, und das waren Wartungsarbeiten). Hier gibt es eine Statistik über die Performance:
http://www.hostwatch.de/view.php4?provider...obalinteractive (http://www.hostwatch.de/view.php4?provider=globalinteractive)
4. Muß man auf so einem V-Server selber für die allgemeine Sicherheit sorgen (also nicht nur Dateirechte richtig setzen, sondern das ganze Firewall-Konzept selber machen)? Das wäre für mich ein Ausschlußkriterium, das kann ich nicht, dafür bin ich nicht ausgebildet!
Die Leute sorgen schon dafür, dass alles läuft, wenn z.B. mal ein Skript verrückt spielt. Für Sicherheit bist du nicht zuständig, allerdings für deine Datensicherheit. Aber Backups willst du ja nicht. Patches oder so muss man angeblich selbst aufspielen, im Forum wird noch darüber diskutiert.
5. Meine Wenigkeit sollte man allgemein nicht an Root-Accounts lassen, weil der Quotient aus Ambitionen und Fähigkeiten leider einen sehr hohen Wert größer 1 ergibt
Schon den Punkt "Kostenlose Neuinstallation" entdeckt?
Du kannst auf dem Server ja auch deinen heiß ersehnten News-Server platzieren.
mfg Martin
sillybilly
30.10.2003, 16:16
Originally posted by Thomas Roessing@Oct 30 2003, 04:05 PM
(Irgendwo ein Haken dabei?)
Der Haken ist der, das du einen *echten* virtuellen Server mietest (nicht das, was d)f als VS bezeichnet) - mit all seinen Vor- u. Nachteilen.
Ein Virtueller Server ist nichts anderes als ein dedizierter Server (Hardware), auf dem n User einen eigenen Bereich mit eigenem Betriebssystem überlassen bekommen. Da jeder User root-rechte für seinen Bereich hat hat er in etwa die gleichen Möglichkeiten wie bei einem eigenen Server - natürlich hat er aber keine eigene CPU und auch keinen eigenen RAM. D.h. es wird jedem User eine bestimmte CPU-Zeit und ein bestimmter Speicherbereich zugeteilt - wieviel das ist sagt giweb leider nicht.
Fakt ist, das es einem $Scriptkiddie, das mit dir auf einer Hardware sitzt durchaus potenzielle Möglichkeiten hat dir Schwierigkeiten zu machen.
Aus diesem Grund halte ich einen echten VS für wichtige Anwendungen für absolut ungeeignet - zum Testen, Linux lernen und die Angst vor einem eigenen ded. Server zu verlieren hingegen ist er ideal - aber nurdann, wenn eine Trafficsperre einrichtbar ist[1].
Bessere Beschreibung:
http://vdserver.de/beschreibung.php - dort kannst du dir auch einen Server zum 14 Tagetest kostenlos holen.
Ich vermute mal, daß man sich Subdomains selber einstellen kann, mit Confixx oder per Direktbedienung, oder?Confixx kann das - wenn du es einsetzt *darfst* du das nicht direkt machen (Confixx würde dir das sehr übel nehmen).
Bedenken:
1. Der Anbieter schreibt "AGB's" - Deutsch sollte man schon können :( .Hm - und da gibts Leute die mich korynthenkacker nennen... ;)
2. Ist das Angebot nicht arg billig? Auch mit einem kleinen Blick auf den GB-Preis, der ja nicht einmal 10% des d)f-GB-Preises beträgt?
3. Ist der Anbieter ökonomisch so stabil aufgestellt wie d)f?Woher weist du, das d)f ökonomisch auf stabilen Füssen steht? ;)
giweb ist ein günstiger (möglicherweise sogar billiger) Anbieter - so what? Wenn er pleite geht hast du halt u.U. n-Euro in den Sand gesetzt und hast kurzzeitig Schwierigkeiten deine Domain zu bekommen - da du aber keine wichtige Domain für einen VS nimmst sollte das nicht soo tragisch sein ;)
4. Muß man auf so einem V-Server selber für die allgemeine Sicherheit sorgen
Generell ja - allerdings wirbt giweb damit, das sie "eigene Firewall Systeme"[2] einsetzen. Zumindest ein IDS[3] könnte also vorhanden sein.
Trotzdem bist du allein für die Sicherheit verantwortlich - aber wovor hast du Angst?
Mein Firewall-Konzept für meinen ded. Server besteht darin,
1. die security-Mailingliste des OS abonniert zu haben und regelmässig (1 mal/Tag) zu lesen und entsprechend neue Patches einzuspielen
2. kein FTP-Zugang zu erlauben sondern nur SSH
3. sichere Passwörter bzw. Key-Authentification zu verwenden
4. den root-Zugriff per SSH zu untersagen und stattdessen mit su in den root-modus zu wechseln
5. Logfiles automatisiert (logcheck) nach verdächtigen Einträgen durchsuchen zu lassen
6. Alle nichtbenötigten Dienste abzuschalten
7. Trafficsperre einrichten
Kein wirklich sicheres Konzept (ein *wirklich* sicheres Konzept gibts sowieso nicht) aber für meine Verhältnisse schon überdimensioniert.
Glaubst du, das könntest du nicht schaffen? ;)
5. Meine Wenigkeit sollte man allgemein nicht an Root-Accounts lassen, weil der Quotient aus Ambitionen und Fähigkeiten leider einen sehr hohen Wert größer 1 ergibt :beati:
Nicht so ängstlich - je mehr du deinen Ambitionen freien Lauf lässt desto höher steigt der Grad der Fähigkeiten und damit verschiebt sich der Quotient immer weiter ;)
Am allerwichtigsten ist die Trafficsperre - damit verhinderst du unkalkulierbare Kosten.
Alles weitere lernst du Schritt für Schritt per learning-by-doing.
Da du eine unwichtige Domain nimmst (z.b. trg-vserver-test.tld) stört es dich nicht, wenn der Server mal nicht erreichbar ist.
Sehr gute Hilfestellungen bieten http://www.rootforum.de/forum/ und für debian http://www.debianhowto.de/de/index.html (übrigens auf einem VS gehostet)
Fazit:
Nicht ängstlich sein, ein paar elementare Vorsichtsmassnahmen beachten und (viel) Zeit investieren und wir machen aus dir einen eigenen Admin ;)
Sacht mal wat dazu ;)HTH
Gruss, Norbert
[1] Zur Sicherheit - ein DoS-Angriff, mit dem man immer rechnen muss, kann sonst enorm teuer werden.
[2] http://www.giweb.biz/sy/s/gi/client/index....?module=technik (http://www.giweb.biz/sy/s/gi/client/index.php?module=technik)
[3] Intrusion Detection System
Martin Wagner
30.10.2003, 18:13
Hallo,
ich sagte ja: Giweb passt schon auf, dass $Skriptkiddy keine Probleme macht, und die sind relativ fix, auf Support-E-Mails antworten sie (bei mir bis jetzt immer) im 2-Minuten-Takt (inklusive meiner E-Mail-Server-Synchronisation)
Dass Giweb so schnell pleite geht, glaube ich nicht. Beispiel-Kunden sind:
- Neckermann Österreich AG
- Floragard
- Geizkragen
- dvd-svcd-forum.de
Man kann für 10 Euro natürlich keinen eigenen Server verlangen, so what? Ich werde mir sehr wahrscheinlich einen besorgen, um auch meine "Kunden" zufrieden zu stellen.
Für Trafficsperren ist man eben selbst verantwortlich, aber deshalb ist es ja auch ein root-Server.
Und man kann hübsche Sachen wie z.B. News-Server (ich werde mir einen IMAP-Server installieren, ein Hauptgrund für den VS) installieren.
mfg Martin
sillybilly
30.10.2003, 19:12
Originally posted by Martin Wagner@Oct 30 2003, 07:13 PM
Für Trafficsperren ist man eben selbst verantwortlich, aber deshalb ist es ja auch ein root-Server.
Das ist eine fatale Falschaussage.
Du *kannst* den Traffic, der am Router/Switch[1] des ISP für deine IP-Adresse aufläuft *nicht* kontrollieren - selbst wenn du deinen Server "vom Netz nimmst" laufen Anfragen an den Server immer noch über besagten Router/Switch.
Bei einer DoS-Attacke können dort über wenige Stunden etliche GB an Traffic auflaufen - selbst wenn dein Server nicht antwortet.
Absichtserklärungen und in der Vergangenheit schnelles reagieren des ISP sind gut[2] - bei einer Rechnung von n-kEuro helfen aber keine Absichtserklärungen sondern nur schriftlich fixierte Verträge.
Also - wenn keine ISP-seitige Trafficsperre angeboten wird finger weg.
So sehe ich das - und etliche Beiträge im rootforum geben mir da recht.
Natürlich kann man sich drüber streiten, wie wahrscheinlich ein worst-case-szenario[3] ist - aber wenns passiert ist das gejammer gross und der Geldbeutel leer ;)
Gruss,
Norbert
[1] An diesem Punkt misst der ISP den Traffic, der dir berechnet wird.
[2] Der ISP kann aber auch nur dann reagieren, wenn er weiss, das etwas nicht stimmt. Wenn $Scriptkiddie es geschaft hat, ein rootkit bei dir zu installieren und es nicht megaexessiv nutzt weiss im worst case niemand, das da was nicht stimmt ;)
[3] Sei es jetzt eine DoS-Attacke, ein OpenRelay/OpenProxy, ein rootkit oder was auch immer.
Thomas Roessing
31.10.2003, 12:40
Moin,
vielen Dank für die vielen Informationen allerseits!
Woher weist du, das d)f ökonomisch auf stabilen Füssen steht?
Das schließe ich aus der ständigen Weiterentwicklung der Angebote und der Technik, sowie dem Umzug nach Ismaning. Außerdem gibt es d)f schon länger, es handelt sich um eine GmbH, die nicht mit Risikokapital gegründet wurde. Das heißt zwar nicht, daß d)f nicht irgendwann pleite gehen kann; die Wahrscheinlichkeit ist aber geringer als bei diversen berüchtigten Ein-Mann-Unternehmen, von denen man bei der WHL oder im Usenet gelegentlich liest. Bei Globalinteractive wollte ich einfach wissen wo der Laden einzuordnen ist.
Mein Firewall-Konzept
Das hört sich aber doch danach an, daß kontinuierlich ziemlich viel Arbeit anfällt. Wie Ihr aus anderen Threads wißt, fühle ich mich manchmal von der Arbeit mit Computern etwas gestreßt...
kein FTP-Zugang zu erlauben sondern nur SSH
:confused: Ich soll die Daten per Befehlszeile hochladen? Ich hoffe, der Befehl dafür erfordert wenigstens keine Regular Expressions <_<
Alle nichtbenötigten Dienste abzuschalten
Woll, meine Lieblingstätigkeit, wenn ich mal dringend Streß brauche :(
entsprechend neue Patches einzuspielen
Hmmm. Bei meinem Redhat gibt es einen roten Knopf, mit dem man bei Bedarf Updates einspielen kann. Nachdem ich schon zur Installation einer neuen Mozilla-Version wesentlich tiefer in das Betriebssystem gucken mußte, als mir lieb ist, weiß ich nicht, ob das was für mich ist.
Nicht so ängstlich - je mehr du deinen Ambitionen freien Lauf lässt desto höher steigt der Grad der Fähigkeiten und damit verschiebt sich der Quotient immer weiter
Danke für das Vertrauen in meine Lernfähigkeit, aber meint Ihr nicht, ich sollte noch ein bißchen lokal üben (wenn ich mal viel Zeit habe ;) )?
Am allerwichtigsten ist die Trafficsperre - damit verhinderst du unkalkulierbare Kosten.
Für Trafficsperren ist man eben selbst verantwortlich, aber deshalb ist es ja auch ein root-Server.
Also - wenn keine ISP-seitige Trafficsperre angeboten wird finger weg.
Martin, wie ist das, hat der Anbieter eine "werksseitige" Trafficsperre im Angebot? Das wäre mir nämlich wirklich wichtig.
Fazit
Ich finde diesen V-Server sehr interessant, mache mich schlau (z.B. in dem angegebenen Rootforum) und komme immer mal wieder auf die Idee zurück. Mich reizt vor allem der Zwang, eine Menge über Sicherheit und Administration zu lernen, wenn man so einen Apparat betreibt. Was mich im Moment am meisten abschreckt ist die Zeit, die für sowas drauf geht :ph34r: .
Danke nochmal und
viel Gruß
Thomas
Andreas Petzhold
31.10.2003, 16:10
:confused: Ich soll die Daten per Befehlszeile hochladen? Ich hoffe, der Befehl dafür erfordert wenigstens keine Regular Expressions <_<
[_] Du kennst SCP
Hmmm. Bei meinem Redhat gibt es einen roten Knopf, mit dem man bei Bedarf Updates einspielen kann. Nachdem ich schon zur Installation einer neuen Mozilla-Version wesentlich tiefer in das Betriebssystem gucken mußte, als mir lieb ist, weiß ich nicht, ob das was für mich ist.
Bei SuSE gibts dafür nen Menüpunkt im YaST2. Da kriegt man allerdings - wie auch bei RH - nur die Updates von Redhat, nicht Updates für restliches Zeugs.
Und: Mozilla/Firebird/Thunderbird muss man doch einfach nur das Tar-Archiv entpacken und ausführen? :beati:
sillybilly
31.10.2003, 16:42
Originally posted by Thomas Roessing@Oct 31 2003, 01:40 PM
Firewall-Konzept
Das hört sich aber doch danach an, daß kontinuierlich ziemlich viel Arbeit anfällt. Wie Ihr aus anderen Threads wißt, fühle ich mich manchmal von der Arbeit mit Computern etwas gestreßt...
Nicht wirklich viel Arbeit.
In der Praxis ergeben sich bei mir weniger als 10 min/Woche für die Administration. Man sollte halt nur schnell reagieren, wenn eine Sicherheitslücke bekannt wird[1].
[FTP-Zugang]
confused: Ich soll die Daten per Befehlszeile hochladen? Ich hoffe, der Befehl dafür erfordert wenigstens keine Regular Expressions <_<
Um Gottes Willen... ;)
Für sowas gibt es WinSCP (http://winscp.sourceforge.net/eng/) - ist ähnlich dem Explorer; links der lokale Bereich - rechts der Server.
[nicht benötigte Dienste]
Woll, meine Lieblingstätigkeit, wenn ich mal dringend Streß brauche :(
Das ist ganz einfach - und ausserdem eine einmalige Sache.
Du scannst mit nmap (local auf deinem Server installiert) deinen Server nach laufenden Diensten ab - dann weisst du, was für Dienste laufen. Dann schaltest du die, die du nicht brauchst ab.
http://www.debianhowto.de/howtos/de/absich..._absichern.html (http://www.debianhowto.de/howtos/de/absichern/c_absichern.html)
[Patches einspielen]
Hmmm. Bei meinem Redhat gibt es einen roten Knopf, mit dem man bei Bedarf Updates einspielen kann. Nachdem ich schon zur Installation einer neuen Mozilla-Version wesentlich tiefer in das Betriebssystem gucken mußte, als mir lieb ist, weiß ich nicht, ob das was für mich ist.
Da du auf deinem Server kein GUI hast empfehle ich dir, dich mit debian anzufreunden - die Bedienung ist ähnlich wie bei jedem anderen Linux (in wesentlichen Teilen aber wesentlich einfacher und sicherer) - und auf Confixx[2] zu verzichten.
Debian ist von Haus aus wesentlich sicherer als andere Distributionen (liegt an der Entwicklungsphilosophie) - dementsprechend kommt es relativ selten vor, das Patches eingespielt werden müssen. Wenn es dazu kommt reichen zwei kurze Befehle über die Kommandozeile (Putty/Cygwin) aus:
apt-get update
apt-get upgrade
Das wars - das System ist gepatcht ;) - weniger als 5 min. Sache.
Danke für das Vertrauen in meine Lernfähigkeit, aber meint Ihr nicht, ich sollte noch ein bißchen lokal üben (wenn ich mal viel Zeit habe ;) )?
Darüber kann man streiten. Im rootforum werden dir vermutlich 95% der Leute abraten (ist IMO auch ein wenig Elitedenken bei den Leuten) - ich persönlich sehe das nicht so.
Das Problem beim local-üben ist das, das die Motivation schnell nachlässt, weil man mit dem, was man macht nichts anfangen kann. Was nützt dir ein Webserver zuhause? ;)
Wenn du hingegen einen eigenen Server (egal ob virtuell oder dediziert) hast hast du ganz andere Erfolgserlebnisse.
Und wie gesagt:
Die Fähigkeiten wachsen stetig.[3]
Fazit
Ich finde diesen V-Server sehr interessant, mache mich schlau (z.B. in dem angegebenen Rootforum) und komme immer mal wieder auf die Idee zurück. Mich reizt vor allem der Zwang, eine Menge über Sicherheit und Administration zu lernen, wenn man so einen Apparat betreibt. Was mich im Moment am meisten abschreckt ist die Zeit, die für sowas drauf geht :ph34r: .
Die Zeit, die für die Installation und Administration erforderlich wird hängt vor allem (neben deinen Kenntnissen[4]) von der Wahl des Betriebssystems ab.
Debian ist zu Anfang (am ersten Tag!) scheinbar etwas schwieriger. Nachdem man aber verstanden hat, was es mit apt und dem Packetmanagement auf sich hat stellt man fest, das es nichts sichereres und vernünftigeres gibt :).
Und das ist beileibe nicht nur mir so gegangen.
HTH - und denk nicht soviel nach ob du die Fähigkeiten hast - die hast du. Was dir an Kenntnissen fehlt eignest du dir im Laufe der Zeit automagisch an. Und wenn du mal keine Zeit oder Lust hast last du den Server halt einfach stehen und beschäftigst dich mit $was-auch-immer ;)
Mein Server stand am Anfang fast einen Monat mangels Lust :)
Gruss, Norbert
[1] Wenn heise über die Lücke berichtet ist es IMHO schon fast zu spät.
[2] Da du den Server nur für dich verwendest brauchst du Confixx nicht - ausserdem ist der Lerneffekt wesentlich grösser und du hast eine potenzielle Sicherheitslücke weniger ;)
[3] Auch ich hatte zu Anfang enorme Schwierigkeiten. Das grösste Problem war für mich, die einzelnen Befehle zu suchen (z.B. wie lösche ich per Befehlzeile einen kompletten Ordner mit Inhalt und Unterordnern ;)) - bei der Installation ging daher für mich enorm viel Zeit bei drauf. Hat aber auch sehr viel Spass gemacht :)
[4] Es ist eigentlich besser von Kenntnissen und nicht von Fähigkeiten zu sprechen - Kenntnisse kann man erwerben; Fähigkeiten sind angeboren
Thomas Roessing
31.10.2003, 17:29
Moin,
ich habe inzwischen die Manpage für SCP gelesen (muß man ja erstmal wissen, wie das heißt); WinSCP klingt natürlich noch besser. IIRC haben wir in der Uni auch sowas in der Art auf den Rechnern.
Von Debian habe ich auch schon viel Gutes gehört; IIRC basiert ja auch Knoppix darauf. Wenn ich noch eine Partition frei hätte, würde ich es auch sofort ausprobieren
Frage hätte ich noch zu dem Angebot dieser Global-Interactive-Firma (von mir aus auch anderen Anbietern): Läuft E-Mail über separate, gemanagte Server? Sonst muß ich mich ja als Mailadmin versuchen. Und da will ich dann aber wirklich mal aus einem anderen Thread zitieren:
So etwas aufs Internet loszulassen ist grob fahrlässig ;)
Viel Gruß
Thomas
sillybilly
31.10.2003, 17:49
Originally posted by Thomas Roessing@Oct 31 2003, 06:29 PM
Von Debian habe ich auch schon viel Gutes gehört; IIRC basiert ja auch Knoppix darauf. Wenn ich noch eine Partition frei hätte, würde ich es auch sofort ausprobieren
IMNSHO ist debian für eine GUI-Installation weniger geeignet - insbesondere dann, wenn man eine aktuelle Grafikkarte verwendet (die Treiberunterstützung ist recht dürftig).
Es erfordert *viel* Bastelarbeit, den xServer zum laufen zu bekommen - auf meiner Maschine mit GeForce4-Ti-4200-AGP8x hab ichs nicht geschaft.
Knoppix verwendet als Hardwarerkennungstool übrigens das von RedHat ;)
Läuft E-Mail über separate, gemanagte Server?
In der Regel: Nein
Sonst muß ich mich ja als Mailadmin versuchen.
Na und?
Du bist dir der Problematiken (OpenRelay z.B.) bewusst - das ist die wichtigste Vorraussetzung.
Weiters wirst du alleine den MTA nutzen - also niemand anderem Nutzungsrechte geben.
Exim3 (debian standard-MTA) ist von Haus aus recht sicher (aber auch unkomfortabel in Bezug auf Spamfiltermöglichkeiten) und kann auch problemlos so konfiguriert werden, das er nicht als MTA arbeitet, sondern einen beliebigen Smarthost (z.B. deinen bei d)f) verwendet.
Und da will ich dann aber wirklich mal aus einem anderen Thread zitieren:
So etwas aufs Internet loszulassen ist grob fahrlässig
Da gings um Newsserver und die Nutzung dessen durch eine grössere Nutzergruppe ;)
HTH
Gruss, Norbert
trgsites
01.11.2003, 21:15
So,
ich habe mal Ordnung gemacht. Über (Virtuelle) Server wird es sicher noch ebenso viel zu sagen geben wie über die Angebotsumstellung bei d)f, deshalb besser zwei Threads.
G!
TRG.
Thomas Roessing
01.11.2003, 21:25
Moin,
das wird aber ein sehr langer Weg bis zum Self-Admin...
Ich habe gestern und heute mal ein paar Gebrauchsanleitungen für HTTP und Mailserver gelesen und danach beschlossen, zwei Taschenrechner zu kompilieren und zu installieren, zwecks Übung.
Ergebnis: Beim ersten Taschenrechner (ycalc) ist keine Gebrauchsanleitung dabei, nur ein paar Sourcecode-Files. Bißchen herumprobiert mit cc und make ->:gevatter: ; dann also den nächsten Taschenrechner heruntergeladen: qc .
Hier ist eine Gebrauchsanweisung dabei, die sagt, man soll
make
su
make install ausführen.
make verursacht eine Reihe von Ausgaben, die mit einer für mich völlig unverständlichen Fehlermeldung enden (irgendwas von wegen /lib).
su funktiuoniert (Hey!)
make install macht wieder einige Ausgaben, die mit der Fehlermeldung enden, daß irgendetwas unbekannt sei. Ich vermute, der zweite Fehler hat mit dem ersten zu tun.
Längeres suchen beim Google brachte nicht so arg viel Neues - die Suchbegriffe "make" und "install" sind genau so Scheiße wie cc, wenn man sich über den Compiler informieren will :( .
Is also nix mit Ausprobieren und Online-Hilfe-Lesen. Wenn mir morgen Abend langweilig ist, greife ich mal wieder zu meinem O-Reilly-Linux-Buch und mache mich mal etwas grundlegender schlau. Bis zum eigenen Mail und HTTP-Server dauert's aber noch a weng...
Ein Erfolgserlebnis hatte ich dann doch noch :G : Ich liebe den Shutdown-Befehl, konnte den aber bisher nicht bequem ausführen, so lange ich als trg angemeldet war. Vor ein paar Monaten habe ich das tagelang probiert und dann aufgegeben. Heute funktionierte das auf Anhieb mit dem ersten Versuch:
su
/sbin/shutdown -r now
Wow!
Viel Gruß
Thomas
sillybilly
04.11.2003, 01:52
Originally posted by Thomas Roessing@Nov 1 2003, 10:25 PM
Moin,
das wird aber ein sehr langer Weg bis zum Self-Admin...
Naja - kommt auf den Standpunkt und die Wegbeschreibung an.
Wenn dein Standpunkt in Köln ist und du nach Bonn möchtest gelangst du natürlich auch über Amsterdam dorthin... :P
[Taschenrechner]
Programme unter Linux verwenden oftmals sog. Libraries. Das sind allgemeine Softwaremodule, auf die unterschiedliche Programme zugreifen können - das Pendant unter Windows sind u.A. *.dll.
Wenn du nun ein Programm kompilieren[1] willst, das eine entsprechende Librarie benötigt, die auf deinem System nicht vorhanden ist gibts Schwierigkeiten ;)
Ich habe gestern und heute mal ein paar Gebrauchsanleitungen für HTTP und Mailserver gelesen und danach beschlossen, zwei Taschenrechner zu kompilieren und zu installieren, zwecks Übung.
Bitte erkläre mir, was das Kompilieren[1] eines SourceCodes mit dem editieren einer Textdatei zur Administration eines Servers zu tun hat und was du dabei lernen möchtest...[2]
... ist keine Gebrauchsanleitung dabei...
Schlechter Softwareentwickler. Finger weg und Programm vergessen.
...die mit einer für mich völlig unverständlichen Fehlermeldung enden (irgendwas von wegen /lib)
lib ist die Abkürzung für Librarie
Is also nix mit Ausprobieren und Online-Hilfe-Lesen. Wenn mir morgen Abend langweilig ist, greife ich mal wieder zu meinem O-Reilly-Linux-Buch und mache mich mal etwas grundlegender schlau. Bis zum eigenen Mail und HTTP-Server dauert's aber noch a weng...
Es ist kein schlechter Ansatz, erstmal die Grundlagen zu lesen - allerdings wird dir das deine stärksten Fragen - fürchte ich - nicht beantworten. Zumal du den Unterschied zwischen Administration und Softwareentwicklung noch nicht so ganz verstanden hast ;)[3]
Machs dir nicht schwerer als es ist. Du must nicht mit jedem Bit per Du sein, um ihm zu sagen, was es zu tun hat.
/sbin/shutdown -r now
Ich als fauler Mensch bevorzuge ja "halt" - aber deine Variante sieht natürlich viel professioneller aus ;)
Gruss, Norbert
[1] kompilieren hat nichts mit installieren zu tun sondern bedeutet, einen SourceCode in ein lauffähiges Programm zu übersetzen. Das ist eigentlich eher eine Arbeit für Softwareentwickler denn für Administratoren. Es schadet zwar sicher nicht, das schonmal gemacht zu haben; aber angenommen du wolltest Goldschmied lernen - womit würdest du anfangen wollen:
einem schlichten Ring
oder dem Bernsteinzimmer? - Aber du fährst ja auch von Köln über Amsterdam nach Bonn *SCNR*
[2] Um die Schwierigkeiten einer Kompilisation zu umgehen haben die einzelnen Distributionen Packet-Manager entwickelt, die sämtliche Abhängigkeiten aut. auflösen - das ist z.B. IMNSHO eine der ganz grossen Stärken von debian.
[3] Natürlich ist es manchmal unbedingt erforderlich, ein Packet selbst zu kompilieren - beim MTA qmail z.B. - aber da gibts dann auch vernünftige Anleitungen zu.
p.s.: Nicht beleidigt sein - ich wollte nur versuchen, dir klar zu machen, dass du das Pferd zwar nicht unbedingt von hinten aufzäumst, aber das du es vielleicht erstmal mit dem Reiten versuchen solltest.
Thomas Roessing
04.11.2003, 07:02
Moin,
ich hatte es mit dem Kompilieren versucht, weil in der Literatur zu QMail davon die Rede ist, daß man den Mailserver selber kompilieren soll, weil das besser ist und länger hält. Dachte mir also: Lerne ich erstmal Kompilieren.
Das kannte ich schon von meinen Versuchen mit Assembler und C auf dem Amiga. Nun scheint es aber so zu sein, daß es einerseits Programme gibt, die mit cc aus C-Code kompiliert werden wollen und andere, die mit make und make install lauffähig gemacht werden. Das Zweite scheint eine Art nutzerfreundlicher und erweiterter Variante des Ersten zu sein. ( :beati: )
Diese Woche leide ich erstmal unter permanentem Streß und Hektik in meinem Lebensalltag - das Linux-Buch liegt aber schon griffbereit ;) .
Viel Gruß
Thomas
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